Notwendigkeit der Trinkwasserdesinfektion

Das von Wasserwerken über das zentrale Rohrleitungssystem beim Verbraucher ankommende Wasser muss der Trinkwasserverordnung (TVO) genügen, d.h. in einem in dieser Verordnung definierten hygienischen Zustand, also frei von krankheitserregenden Arten und Mengen an Mikroorganismen sein.
Für Aufrechterhaltung des Hygiene-Zustandes von Trinkwasser innerhalb eines Gebäudes nach der Übernahme bis zu jeder einzelnen Zapfstelle für den Verbraucher/Nutzer ist der Besitzer bzw. Bertreiber des Installationssystems verantwortlich.

Auf welche Weise und in welchem Ausmaß kann das Trinkwasser innerhalb des installierten Leitungssystems bzw. das System selbst mikrobiell kontaminiert werden und welche gesundheitlichen Risiken resultieren daraus?

  • Kontamination von Montageteilen vor bzw. bei ihrem Einbau, bei Reparaturmaßnahmen usw.
  • Infektion durch Luftkontakt/Luftzutritt, insbesondere verursacht durch Entlüftungs- und Überlaufventile, Druckerhöhungsanlagen usw.
  • Eintrag von nicht TVO-relevanten Mikroorganismen sowie vereinzelter pathogener Keime (in zunächst gesundheitlich völlig unbedenklichen Mengen und Arten) über das Trinkwasser aus dem zentralen Versorgungsnetz.

Vorteile der UV-Desinfektion

Die UV-Desinfektion nutzt das von speziellen Lichtquellen in lichtdichten Reaktorbehältern erzeugte Licht (UV) für die sichere und kontrollierbare Abtötung wassergängiger Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Viren und Protozoen und Dauerformen.
Die Keimtötung erfolgt während des Strömens durch den Reaktorbehälter ohne jeglichen Zusatz von Chemikalien.
Die UV-Desinfektion beeinflusst die Qualität des behandelten Wassers (Geruch, Geschmack, Farbe usw.) nicht.
Die desinfizierende Wirkung des UV-Lichtes tritt bei der Bestrahlung des Wassers augenblicklich ein.
Strenge Prüf- und Zertifizierungsvorschriften für Geräte der UV-Desinfektion gewährleisten die erforderliche hygienische Sicherheit im praktischen Betrieb.
Da Trinkwasser-Hauptleitungen zum Teil aus Asbestzement bestehen und sich Asbest auch in ungefilterten Leitungswasser befinden kann
Sich im Leitungswasser (Bsp. Berlin) Medikamentenrückstände befinden können
Leitungswasser Chlor enthalten kann
Die unter Aufwendung von 1 Kilowattstunde Elektroenergie erzeugbare UV-Strahlung reicht aus, um 20 und mehr Kubikmeter Trinkwasser zuverlässig zu desinfizieren.


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